WACHSTUMSMODELLE ZUFÄLLIGER PROZESSE

Am Anfang dieser Arbeiten stand ein Bindfaden, der in einen Topf mit heißem, flüssigem Wachs getaucht und anschließend in einem Kübel mit kaltem Wasser abgeschreckt wurde. Durch die abermalige Wiederholung dieses Vorgangs entstanden biomorphe Gewächse, die trotz der regelmäßigen Prozedur unterschiedliche Formen ausbildeten, da kleine Unregelmäßigkeiten schnell zu großen Auswucherungen heranwuchsen.
Um deren unvorhersehbaren Wachstumsprozess festzuhalten, wurde ein Wachsobjekt nach wenigen Tauchgängen mithilfe einer Latexform in Gips abgegossen und so mehrfach reproduziert. Die völlig identen Gipsabgüsse wurden wiederum einige Male in Wachs getaucht (sind also weiter `gewachsen´) und danach abermals in Gips abgegossen, etc. Auf diese Art entstanden ausgehend von einer Ursprungsform und in einem repetitiven Herstellungsverfahren Hunderte von Objekten, deren Morphologie sich in verschiedenste Richtungen entwickelt hat - ein synthetischer Entwicklungsprozess.

2007, Vitrine mit Wachsobjekten, 30x40x10cm
2007, Vitrine mit Gipsobjekten, 20x30x10cm
 
 
 
Bild_Gipsobjekte
 
Bild_Stammbaum
Bild_Stammbaum