DER KLANG DER BETRACHTUNG

Moderne Ausstellungsarchitektur ist oft zugunsten der Kunstwerke reduziert gehalten und erweckt damit den Eindruck, als wäre sie neutral und eigenschaftslos wie ein weißes Blatt Papier. Gerade ihre Leere und Stille machen sie zugleich aber hochartifiziell. Die großflächigen leeren Böden und Wände und die andächtige Stille ihrer Besucher verstärken unabsichtliche Nebengeräusche, wie Räuspern oder quietschende Schuhabsätze, die dem Raumtypus eine sehr spezifische Charakteristik verleihen. Stets hörbar, werden sie dennoch kaum bewußt wahrgenommen. Die Arbeit thematisiert diese Bedingungen des Sehens. Für das Projekt "Der Klang der Betrachtung" wurde der Klang verschiedener Museumsräume mittels Stereo-Mikrofonen aufgezeichnet und später über Lautsprecherboxen in einen anderen Ausstellungsraum übertragen.

2019, Soundinstallation
gefördert durch den Otto Maurer Fonds
https://vimeo.com/310085849
 
 
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